Zeiss Starmaster

Der Freiburger Planetariumsprojektor: Zeiss Starmaster

Die Kuppel des Freiburger Planetariums hat einen Durchmesser von 13 Metern. In ihrem Mittelpunkt steht der Planetariumsprojektor "Starmaster" der Firma Zeiss-Jena. Und die Stars, die er in die Kuppel strahlt, sind natürlich die Sterne.

Schauen Sie sich also die Sterne des Freiburger Planetariums einmal ganz genau an: Die auf die Kuppel projizierten Sternscheibchen sind so klein, dass Sie die Sterne als Punkte sehen - wie in der Natur. Trotz ihres winzigen Durchmessers leuchten aber auch die Planetariumssterne noch so hell, dass sie in Ihren Augen zu funkeln beginnen - wie die richtigen Sterne. Und sie funkeln dabei in ihren natürlichen Farben. Selbst das durch die Luftunruhe verursachte Flackern und Flimmern der Sterne können Sie sehen. Hinter dieser naturgetreuen Simulation des Sternenhimmels steht modernste Technik: Im Inneren der "Sternenkugel", die den Sternenhimmel in die Kuppel strahlt, leuchtet eine sehr helle Bogenlampe, von der für jeden Stern ein Glasfaserlichtleiter zur Projektionsoptik an die Oberfläche der Sternenkugel führt.

Die "Sternenkugel", die diesen naturgetreuen Sternhimmel erzeugt, kann sich um jede beliebige Achse drehen und dadurch die von der Erdrotation vorgetäuschte Himmelsdrehung simulieren, und zwar von jedem gewünschten Ort der Erde aus gesehen. Die Drehung des Großen Wagens um den Polarstern am Nordhimmel kann genau so gezeigt werden wie der Aufgang des berühmten Wahrzeichen des Südhimmels, des Sternbilds "Kreuz des Südens" hinter den Palmen einer Tropeninsel - oder jeder beliebige andere Anblick des Himmels von jedem gewünschten Ort der Erde aus zu jeder gewünschten Zeit in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft.

Von einem Computer gesteuerte Einzelprojektoren für Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn zeigen zusätzlich den Tanz der mit dem bloßen Auge sichtbaren Planeten des Sonnensystems durch den Tierkreis. Und natürlich werden sie dabei begleitet vom Trabanten der Erde, dem Mond mit seinen auffälligen Phasen vom Sichelmond bis zum Vollmond.

Neu ab 2013: Fulldome-Videoprojektion

Flug durch Saturnringe
Saturn mit Ringen aus Gesteinsbrocken
Im Herbst 2013 wurde zusätzlich ein hochmodernes Fulldome-Videosystem der Firma SkySkan in Betrieb genommen. Mit seinen beiden Hochleistungsbeamern, gespeist mit Daten aus einem Computernetzwerk mit 10 Einzelrechnern, verwandelt sich das Planetarium in ein 360°-Kosmoskino. Auf Südbadens größter Leinwand mit einer Fläche von 265 qm wird die Darstellung des naturwissenschaftlichen Weltbildes des 21. Jahrhunderts zu einem sinnlichen Erlebnis. Die Zuschauerinnen und Zuschauer tauchen wirklich ein in die Weiten des Weltalls. Die präzise Visualisierung reeller wissenschaftlicher Daten entführt sie an jeden bekannten Ort des Kosmos in Raum und Zeit: Auf die Oberflächen der Planeten, mitten zwischen die zahllosen Himmelskörper des Asteroidengürtels, hinein in die Welt der Sterne, oder gar aus der Milchstraße hinaus in die kosmologischen Räume der Galaxien und quer durch die Geschichte des Kosmos zurück bis zum Urknall. Mit der Kombination von Planetariumsprojektor und Full-Dome-Projektion zählt das Planetarium Freiburg zu den modernsten Planetarien der Welt.

Flug in die Milchstrasse
Flug aus der Milchstraße (Einzelbild)

Die Internetseiten des Planetariums Freiburg werden von Martin Federspiel betreut (federspiel"at"planetarium-freiburg.de)(Stand 30. August 2013).